Za'ath

Heimatplanet: Ssielh
Biologischer Aspekt: Symbiose nach Maß
Konzeptaspekt: Aus vielem/n einer
Ein za’athi Raumfahrer
Za’athi Schiff der Jägerklasse

Während andere Rassen sich in den Weltraum erhoben haben, indem sie sich ihre Welten untertan machten, sind die Za’ath mit der ihren verschmolzen. Künstlich hergestellte Werkzeuge sind förmlich nicht vorhanden und höchstens auf niedrigster Zivilisationsstufe zu finden. Stattdessen bilden die Za’ath organische Erweiterungen in Form von zusätzlichen/spezialisierten Extremitäten, weiteren Organen und/oder neuronalen Schnittstellen.

Physiologie

Die meisten Za’ath sind zwischen 1,30m und 2,50m groß und wiegen zwischen 35kg und 180kg. Die große Varianz erklärt sich durch die sehr unterschiedlichen physiologischen Ausprägungen der einzelnen Individuen. Ebenso breit gefächert sind Ausprägungen von Körperoberflächen (Haut, Schuppen, Schleimschicht, Panzer…), Färbungen und Fortbewegungsmöglichkeiten.

Der za’athi “Urkörper” (vor jeglicher Mutation, also in einer Art “Präadoleszenz”) ist metazoon, bipedal, humanoid und mit sechsgliedrigen Händen, die jeweils über zwei opponierbare Daumen verfügen, ausgestattet.
Die Entwicklung der organischen Erweiterungen, sei es durch Symbiose mit anderen Organismen oder der Mutation eigener Körperteile, ist ein zwar energieaufwändiger doch zügiger Prozess. Entwicklungen dieser Art brauchen je nach Größenordnung mehr oder weniger Zeit: Veränderungen an Händen können binnen weniger Stunden beobachtet werden; Umstrukturierungen eines ganzen Gliedmaßes brauchen fast immer mehrere Tage. Symbiosen dagegen können, nach einer meist ebenfalls mehrere Tage umspannenden “Einstimmungszeit” dauernden Phase, für gewöhnlich schnell gekappt und wieder hergestellt werden.

Es ist üblich (etwa 71% der Population betreffend), dass ein einzelner Za’ath aus mehreren komplexen Organismen besteht – typischerweise verwachsen diese Lebewesen zu einer funktionalen Einheit. Ein Beispiel dafür sind die weit verbreiteten Raumfahrer der Za’ath: Pilot und Schiff sind autonome, aber miteinander auf neuronaler Ebene kommunizierende Lebewesen; als Schnittstelle dient ein dritter Organismus, der sich wie ein Raumanzug über den Za’ath legt. Für sich genommen können die einzelnen Wesen durchaus bestehen, suchen aber die Symbiose.

Es ist bisher ungeklärt, wie die Za’ath ihre Körper in einer solchen Geschwindigkeit und zudem bewusst verändern können. Die wenigen wissenschaftlichen Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Großteil ihrer Körperzellen den Stammzellen manch anderer Organismen im embryonalen Stadium ähnelt.

Kultur

Die za’athi Gesellschaft unterliegt ständigen Fluktuationen. Es gibt durchaus feste soziale Positionen (wie ein “Ältester” einer Sippe aus meist 20-300 Individuen), doch diese haben nur wenig Auswirkungen auf die gesamte Rasse. Andererseits jedoch werden die gesellschaftlichen und politischen Positionen hoch geschätzt. Das Konzept von Nationen, geschweige denn einer planetaren Regierung erscheint den Za’ath fremd, teils sogar absurd. Es wird zwar oft beobachtet, dass Za’ath unter gleicher Flagge fliegen, doch ist dies mehr als eine Art Nichtangriffspakt zu verstehen; weniger dagegen, dass es sich hierbei um eine hierarchische, strukturierte oder gar gemeinsam agierende Struktur handelt.

Hintergrund dessen ist die hochkompetitive Natur der Za’ath: Aufgrund der hohen Spezialisierungen besteht ein starker Fokus auf Individualität in der za’athi Kultur. Einzelne Vertreter führen oftmals Namen, deren volle Transkription auszusprechen durchaus Minuten dauern kann; gleichermaßen wird der evolutionäre Gedanke, dass der besser-Angepasste überlebt, auf die Gesellschaft übertragen. Entsprechend sind Za’ath sehr darauf bedacht, sich ständig zu beweisen und sehen die banalsten Widerstände (auch im Sinne von divergierenden Interessen, wie beispielsweise in der Diplomatie) als Herausforderung, sogar als Provokation an. Es grenzt an Ironie, dass trotz dieses Fokus auf Individualismus kaum Wert auf das einzelne Individuum gelegt wird.
Zwar sind die Za’ath schlussfolglich nicht zwangsweise aggessiv, doch ist physische Gewalt ein völlig normales und legitimes Mittel, mit denen ein Za’ath sich gegenüber anderen profiliert. Genauso wird ein Za’ath zu Gewalt greifen, wenn es sich zu seinem Vorteil anbietet, insbesondere dann, wenn er durch Gewalt diesen Vorteil unmittelbar genießen darf. Es ist somit nicht weit hergeholt zu behaupten, dass die Za’athi sich besonders durch ihre Unzurechenbarkeit auszeichnen.

Galaktische Politik

Die Za’ath sind nicht Mitglied der Galaktischen Föderation der freien Völker. Versuche, zumindest eine diplomatische Delegation zu etablieren, sind alle gescheitert: Es stellte sich als förmlich unmöglich heraus, mit Stellvertretern zu verhandeln; zu Teilen auch, weil sich kein diplomatischer za’athi Stellvertreter findet, der länger als einige Wochen im Amt bleibt bevor er von einem anderen Za’ath abgelöst wird.

Za'ath

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